Brennpunkt 2017

Von SP Bezirk Waldenburg, 21. Februar 2017

Dienstag, 16. Mai 2017, 19.30 Uhr

im Gemeindesaal Waldenburg
Hauptstrasse 38

 

Die Sektion SP Bezirk Waldenburg freut sich auf eine weitere spanndende  Podiumsdiskussion zum brennenden Thema

Arbeitsverlust + ausgesteuert = Altersarmut?

Gründe, Perspektiven, Lösungsansätze
Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung

Brennpunkt

Bericht vom SP Brennpunkt 50+ in Waldenburg

wsch/pb. Am 16. Mai fand der bereits zur Tradition gewordene Brennpunktabend  der SP Bezirk Waldenburg im Gemeindesaal in Waldenburg statt. Rund 50 Personen wohnten einer angeregten Diskussion bei. Auf dem Podium herrschte überwiegende Einigkeit darin, dass die Problematik der 50+ auf dem Arbeitsmarkt seit Jahren zu einem immer ernster werdenden Thema avanciert ist.

Unter der fachlich kompetenten Leitung von Lisa Mathys, welche als Moderatorin durch diesen Abend führte, waren sich sowohl die Politik mit Gastgeberin GP Andrea Kaufmann FDP und LR Regula Meschberger SP, als auch die Vertreter der Institutionen Andreas Blochwitz vom KIGA BL und Sebastian Helmy von der kantonalen Sozialhilfe BL einig, dass es einen Konsens aller Prozessbeteiligten und Globalplayer braucht um entscheidende Schritte vorwärts machen zu können. Griffige Massnahmen sollten vorab im Vorfeld in Form von präventiven Massnahmen unternommen werden, bevor Betroffene 50+ die Kündigung ihres Arbeitsplatzes erhalten. Pierre Bayerdörfer SP von Workfair 50+, der die Anwesenden über die Aktivtäten von Workfair informierte zog ein positives Fazit. Es sei wichtig, dass das Thema in der Gesellschaft auf breiter Basis thematisiert werden kann. Die Gesellschaft müsse wissen, dass die markante Zunahme von Menschen 50+ in der Sozialhilfe die Gemeinden in Millionenhöhe belastet und damit auch die Mittelschicht als Steuerzahlende.

Die Akzeptanz des Problems sei im Steigen begriffen, über viele Fakten herrsche Konsens. Wichtig sei es nun aber, nicht nur runde Tische zu organisieren und darüber zu reden, sondern griffige Lösungsansätze zu definieren, bspw. in Form einer linearen PK zur Bekämpfung der Altersdiskrimierung resp. zur Entlastung der Unternehmer sowie geeignete Massnahmen, welche die Unternehmen in die Pflicht nehmen sollen, MitarbeiterInnen aus dem heimischen Arbeitsmarkt zu rekrutieren. Es in Zukunft auch wieder wichtig, Arbeitskräfte als wichtigste Ressource im Unternehmen anzusehen, als sie nur als systemrelevante Kostenfaktoren zu betrachten. Der Fisch stinke bekanntlich vom Kopf her, also sollten dort, wo die Problematik 50+ ausgelöst werde, relevante Massnahmen in Erwägung gezogen werden. Eine Konzentration auf dem inländischen Markt würde zudem zu einer win-win- Konstellation führen. Menschen 50+ in Arbeit könnten sich wieder am Binnenmarkt beteiligen, in die Sozialwerke einzahlen, hätten gesundheitlich bessere Perspektiven und würden die staatlichen Institutionen und somit die Gesellschaft in Milliardenhöhe entlasten.

Mit dem Thema „Arbeitslos-Ausgesteuert-Armutsfall“ hat die SP Bezirk Waldenburg ein wichtiges Thema aufgenommen, welches grosse Teile der Bevölkerung seit Jahren beschäftigt und deshalb auch auf eine breite Zustimmung stösst. Hier geht es längst nicht mehr um niederschwellige Beschäftigte, immer mehr sind auch Hochqualifizierte betroffen. Der „Einzelfall“ wird zunehmend zum Regelfall. Wer kennt in seinem Umfeld keine Person, die direkt von Erwerbslosigkeit im Alter betroffen ist?