Brennpunkt Lohngerechtigkeit

Von SP Bezirk Waldenburg, 20. September 2013

Lohngerechtigkeit und Fairness sind sozialdemokratische Schwerpunktthemen.

Die SP Sektion Bezirk Waldenburg freut sich, dass es gelungen ist, eine hochkarätige Podiumsrunde zum aktuellen Thema zu verpflichten.

Sollte die 1:12-Initiative vom Stimmvolk gutgeheissen werden, so werde sich die Gesamtlohnsumme nicht ändern, ist Nationalrat Cédric Wermuth vom Initiativkomitee überzeugt. Christoph Buser, Direktot der Wirtschaftskammer BL widersprach dem vehement, er befürchte massive Mindereinnahmen bei den Sozialwerken. Zwischen der Pro- und Kontra-Position sass Béatrice Bowald vom Pfarramt für Industrie und Wirtschaft. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Frank Lienhart, Tele Basel. Der Abend war der Meinungsbildung gewidmet. Rund 35 Interessierte haben sich in der Turnhalle in Niederdorf bei einem kleinen vorgängigen Apéro eingefunden. Die Löhne der Topmanager sind in der Wirtschaft in den letzten 30 Jahren buchstäblich durch die Decke gegangen. 1984 lag das Verhältnis des höchsten zum tiefsten Lohn in einer Unternehmung bei 1:6 und im Jahr 2011 bei 1:93. Es werden Löhne bezahlt, die mit keiner menschenmöglichen Arbeitsleistung erklärten werden könnten. Von Lohngerechtigkeit könne keine Rede mehr sein, wenn sich eine kleine Minderheit so schamlos bediene.

Cédrich Wermuth wies auf die Gefahr für die Demokratie und den sozialen Frieden hin, die solche Exzesse provozieren würde. Christoph Buser gab zu, dass er diese Auswüchse auch nicht akzeptieren wolle. Die Initiative sei aber gefählich, weil sich der Staat in die Lohnausgestasttung der Sozialpartner mische. Er bedauerte auch, dass die Gewerbebetriebe im gleichen Topf abgehandelt würden. Die KMU’s seien nicht für die Lohnexzesse verantwortlich. Was Gerechtigkeit ist, muss ausgehandelt werden und diese Abstimmung biete die Gelegenheit dazu, trug Pfarrerin Béatrice Bowald zur Diskussion bei. Die Podiumsrunde ging anschliessend auf die Fragen und Statements aus dem Publikum ein.